Über Endometriose wird oft im Zusammenhang mit Schmerzen gesprochen.
Worüber deutlich seltener gesprochen wird, sind die Auswirkungen auf Beziehungen.
Dabei betrifft Endometriose nicht nur die betroffene Frau. Die Krankheit kann auch Partnerschaften, Freundschaften und das gesamte Umfeld beeinflussen.
Wenn ich ehrlich bin, war die Zeit vor meiner Diagnose nicht nur für mich schwierig, sondern auch für meine Beziehung.
Als die Schmerzen immer stärker wurden und ich selbst nicht wusste, was mit meinem Körper los war, kam es bei uns immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten.
Wir stritten häufiger.
Wir waren beide frustriert.
Und manchmal fühlten wir uns einfach hilflos.
Heute kann ich das sogar verstehen.
Ich wusste selbst nicht, warum ich so erschöpft war.
Warum ich Stimmungsschwankungen hatte.
Warum mein Eisprung oft schlimmer war als meine Periode.
Warum ich an manchen Tagen einfach keine Energie mehr hatte.
Wie sollte mein Partner verstehen, was in mir vorging, wenn ich es selbst nicht erklären konnte?
Für ihn war es ebenfalls nicht einfach.
Wie soll man etwas nachvollziehen, das man selbst nie erlebt hat?
Viele Frauen berichten von ähnlichen Erfahrungen.
Nicht weil die Liebe weniger wird.
Sondern weil plötzlich etwas Unsichtbares zwischen einem steht.
Schmerzen.
Erschöpfung.
Unsicherheit.
Und die ständige Frage, warum der Körper nicht so funktioniert, wie man es gerne hätte.
Nach der Diagnose wurde vieles verständlicher
Als schließlich die Diagnose Endometriose feststand, änderte sich nicht alles sofort.
Aber Schritt für Schritt wurde vieles verständlicher.
Wir begannen, uns gemeinsam mit dem Thema zu beschäftigen.
Je mehr wir über Endometriose lernten, desto besser verstanden wir beide, was eigentlich in meinem Körper passiert.
Heute sprechen wir viel offener darüber.
Natürlich gibt es immer noch schwierige Tage.
Endometriose verschwindet nicht einfach wieder.
Sie ist eine chronische Erkrankung und begleitet viele Frauen über Jahre hinweg.
Doch wir haben gelernt, gemeinsam damit umzugehen.
Und dafür bin ich sehr dankbar.
Mein Weg heute
Auch heute bin ich noch immer auf meiner Reise.
Aktuell probiere ich gemeinsam mit meinen Ärzten verschiedene Möglichkeiten aus.
Seit einigen Wochen nehme ich die Pille, um den Eisprung und die Periode zu unterdrücken.
Die Hoffnung dahinter ist, dass die Endometriose dadurch weniger aktiv wird.
Doch die Umstellung ist für meinen Körper nicht ganz einfach.
Seit mehreren Wochen habe ich Schmierblutungen und dadurch auch wieder mehr Schmerzen.
Mein Arzt erklärte mir, dass solche Beschwerden am Anfang vorkommen können und der Körper Zeit braucht, sich an die hormonelle Umstellung zu gewöhnen.
Trotzdem ist diese Phase manchmal mühsam.
Denn man muss Geduld haben und herausfinden, was dem eigenen Körper wirklich hilft.
Es gibt viele Wege
Im Laufe meiner Reise habe ich gelernt, dass jede Frau ihren eigenen Weg finden darf.
Manche Frauen profitieren von Medikamenten.
Andere setzen zusätzlich auf Ernährung, Bewegung, Entspannung oder Schmerztherapien.
Ich selbst habe mich auch mit Psycho- Kinesiologie beschäftigt und über drei Monate hinweg jede Woche eine Sitzung besucht.(Online Zoom)
Kinesiologie ist ein ganzheitlicher Ansatz, der Körper und Psyche und energetische Ebenden miteinander verbindet. Ihr Ziel ist es, Blockaden und Ungleichgewichte sichtbar zu machen und zu lösen damit der Mensch wieder in seine eigene Kraft, Klarheit und Selbstheilung kommt.
Wer gerne mehr Infos dazu möchte habe ich den Link unten reingelegt.
Beatrice Köck MSC „Ganzheitliche Begleitung für Frauen´´
Für mich persönlich war das eine interessante Erfahrung.
Nicht weil ich glaube, dass dadurch Endometriose geheilt werden kann.
Sondern weil ich dadurch gelernt habe, meinem Körper wieder besser zuzuhören.
Das sind meine persönlichen Erfahrungen und jede Frau darf ihren eigenen Weg finden.
Was ich heute glaube
Früher war ich oft wütend auf meinen Körper.
Heute versuche ich, ihm zuzuhören.
Ich glaube inzwischen, dass unser Körper uns oft Signale sendet.
Nicht weil wir an unserer Krankheit schuld sind.
Ganz und gar nicht.
Sondern weil unser Körper manchmal Aufmerksamkeit braucht.
Das ist meine ganz persönliche Sichtweise.
Ich glaube, dass Körper, Geist und Seele zusammengehören.
Und ich habe gelernt, dass Gesundheit für mich mehr bedeutet als nur das Verschwinden von Symptomen. Sondern die Ursache finden!
Vielleicht ist genau das eine der wichtigsten Erkenntnisse meiner Reise:
Wir müssen nicht perfekt sein.
Wir müssen nicht jeden Tag stark sein.
Aber wir dürfen lernen, auf uns selbst zu hören, Hilfe anzunehmen und unseren eigenen Weg zu finden.
Und manchmal hilft es schon zu wissen:
Du bist mit all dem nicht allein.

Hinweis: Die Inhalte auf dieser Website dienen ausschließlich der allgemeinen Information und spiegeln meine persönlichen Erfahrungen und Recherchen wider. Sie ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Fragen wende dich bitte an einen Arzt oder eine Ärztin.