Hallo, ich bin Bianca.

Lange Zeit hatte ich das Gefühl, dass etwas mit meinem Körper nicht stimmt. Doch immer wieder hörte ich denselben Satz:

„Das ist normal.“

Viele Jahre lang bin ich von Arzt zu Arzt gegangen. Immer wieder suchte ich Hilfe, weil meine Schmerzen stärker wurden und ich spürte, dass etwas nicht in Ordnung war. Besonders rund um meinen Eisprung und meine Periode hatte ich Beschwerden, die mein Leben zunehmend beeinflussten.

Trotzdem bekam ich oft dieselbe Antwort. Schmerzen während der Periode seien normal. Beschwerden im Zyklus seien normal. Viele Frauen hätten solche Probleme.

Irgendwann begann ich selbst daran zu zweifeln.

Vielleicht übertreibe ich? Vielleicht bin ich einfach empfindlicher als andere?

Doch tief in mir hatte ich immer das Gefühl, dass mehr dahintersteckt.

Mit den Jahren wurden die Schmerzen stärker. Nicht besser, sondern schlimmer. Deshalb suchte ich immer wieder ärztlichen Rat. Ich wollte verstehen, warum mein Körper so reagiert und warum mein Alltag zunehmend von Beschwerden bestimmt wurde.

Dann fiel bei einem Arzttermin zum ersten Mal das Wort Endometriose.

Die Ärztin erwähnte es eher nebenbei. Für mich war es ein Begriff, den ich bis dahin kaum kannte.

Zu Hause begann ich zu recherchieren und las alles, was ich über Endometriose finden konnte.

Je mehr ich las, desto mehr erkannte ich mich selbst wieder.

Die Schmerzen.

Die Erschöpfung.

Die Beschwerden rund um den Zyklus.

Die vielen Symptome, die ich über Jahre erlebt hatte.

Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, dass jemand meine Erfahrungen beschrieb.

Und zum ersten Mal dachte ich:

„Vielleicht gibt es tatsächlich eine Erklärung für all das.“

Also vereinbarte ich erneut einen Termin bei meiner Ärztin.

Nach unserem Gespräch überwies sie mich an eine Endometriose-Spezialklinik.

Nach relativ kurzer Zeit bekam ich dort einen Termin.

Endlich hatte ich das Gefühl, ernst genommen zu werden.

Nach den Untersuchungen wurde eine Bauchspiegelung empfohlen.

Natürlich hatte ich Angst vor der Operation.

Gleichzeitig hoffte ich auf Antworten.

Und tatsächlich:

Bei der Operation wurde Endometriose festgestellt.

Als ich die Diagnose erhielt, war ich traurig, aber gleichzeitig auch erleichtert.

Denn endlich wusste ich, dass ich mir meine Beschwerden nicht eingebildet hatte.

Mein Gefühl hatte mich die ganze Zeit nicht getäuscht.

Etwas in meinem Körper war tatsächlich nicht in Ordnung gewesen.

Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, auf den eigenen Körper zu hören.

Niemand kennt deinen Körper so gut wie du selbst.

Deshalb möchte ich jede Frau ermutigen, ihrem Gefühl zu vertrauen und sich nicht einreden zu lassen, dass starke Schmerzen einfach normal seien.

Natürlich verlief die Zeit nach der Operation nicht einfach.

Die Heilungsschmerzen waren für mich nicht ohne.

Ich hatte gehofft, dass ich nach wenigen Tagen wieder fit sein würde, doch mein Körper brauchte deutlich länger.

Erst nach ungefähr vier Wochen merkte ich langsam, dass es aufwärtsging.

Auch heute bin ich noch mitten auf meiner Reise.

Aktuell probiere ich gemeinsam mit meinen Ärzten verschiedene Möglichkeiten aus.

Unter anderem habe ich eine Pille bekommen, die den Eisprung und die Periode unterdrücken soll.

Die Hoffnung dahinter ist, dass die Endometriose dadurch weniger aktiv wird und sich Beschwerden verbessern können.

Ob das funktioniert, ist jedoch von Frau zu Frau unterschiedlich.

Was der einen hilft, muss nicht automatisch auch der anderen helfen.

Genau das habe ich im Laufe der Zeit gelernt:

Jeder Körper ist anders.

Jede Endometriose ist anders.

Und deshalb gibt es leider nicht die eine Lösung für alle.

Manchmal bedeutet der Weg, verschiedene Dinge auszuprobieren und herauszufinden, was dem eigenen Körper guttut.

Genau dort befinde ich mich heute.

Ich lerne jeden Tag etwas Neues über meinen Körper, meine Gesundheit und meine Grenzen.

Frauenfunke ist aus diesem Weg entstanden.

Aus dem Wunsch heraus, Wissen zu teilen, Erfahrungen weiterzugeben und einen Ort zu schaffen, an dem Frauen sich verstanden fühlen.

Ich bin keine Ärztin und habe nicht auf alles eine Antwort.

Aber ich weiß, wie es sich anfühlt, über Jahre nach Antworten zu suchen.

Und ich weiß, wie wichtig es ist, sich nicht allein zu fühlen.

Wenn meine Erfahrungen auch nur einer Frau helfen, sich selbst ernst zu nehmen, Fragen zu stellen oder ihrem Gefühl zu vertrauen, dann hat Frauenfunke bereits etwas Wertvolles erreicht.

Schön, dass du hier bist. 💗

Deine Bianca

Hinweis: Die Inhalte auf dieser Website dienen ausschließlich der allgemeinen Information und spiegeln meine persönlichen Erfahrungen und Recherchen wider. Sie ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung durch Ärzte oder andere medizinische Fachpersonen. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Fragen wende dich bitte an einen Arzt oder eine Ärztin.