Vor etwa 12 Wochen habe ich mich dazu entschieden, die Pille auszuprobieren.

Ganz ehrlich?

Diese Entscheidung ist mir überhaupt nicht leichtgefallen.

Schon bevor ich die erste Tablette genommen habe, hatte ich ein komisches Gefühl.

Irgendetwas in mir war skeptisch.

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Manchmal spürt man tief in sich, dass etwas nicht ganz zu einem passt.

Trotzdem habe ich mich dafür entschieden.

Nicht, weil ich unbedingt Hormone nehmen wollte.

Sondern weil ich nach so vielen Jahren mit starken Schmerzen einfach gehofft habe, endlich etwas Erleichterung zu finden.

Wenn man jahrelang Schmerzen hat, probiert man vieles aus.

Man klammert sich an die Hoffnung, dass es vielleicht endlich etwas gibt, das den Alltag leichter macht.

Ich persönlich war jedoch schon immer jemand, der lieber nach natürlichen Möglichkeiten sucht.

Ich glaube daran, dass unser Körper uns Signale sendet.

Für mich bedeutet Gesundheit mehr als nur Medikamente.

Ich beschäftige mich viel mit Ernährung, Stress, Schlaf und der Frage, wie Körper, Geist und Seele miteinander verbunden sein könnten.

Ich frage mich oft, ob unser Lebensstil, dauerhafter Stress oder unverarbeitete Gefühle einen Einfluss darauf haben können, wie wir uns insgesamt fühlen.

Ich habe darauf keine endgültigen Antworten.

Aber ich möchte offen bleiben und meinen eigenen Weg finden.

Trotz meiner Zweifel wollte ich der Pille eine faire Chance geben.

Doch schon nach ungefähr zwei Wochen bekam ich Schmierblutungen.

Zuerst dachte ich, das sei nur eine kurze Umstellungsphase.

Also wartete ich ab.

Doch die Tage vergingen.

Und die Blutungen hörten nicht auf.

Schließlich sprach ich mit meiner Frauenärztin.

Sie erklärte mir, dass Schmierblutungen gerade in den ersten Monaten durchaus vorkommen können und der Körper Zeit braucht, sich an die Hormone zu gewöhnen.

Sie empfahl mir, die Pille weiter einzunehmen.

Also machte ich weiter.

Doch ehrlich gesagt wurde ich mit jedem Tag unzufriedener.

Die Blutungen begleiteten mich ständig.

Jeden Tag.

Und irgendwann fragte ich mich:

Ist das wirklich das, was ich wollte?

Mit der Pille wollte ich eigentlich erreichen, dass mein Alltag leichter wird.

Doch stattdessen hatte ich nun seit Wochen Blutungen.

Natürlich weiß ich, dass Schmierblutungen eine bekannte Nebenwirkung sein können und sich bei vielen Frauen nach einiger Zeit wieder legen.

Trotzdem fühlte es sich für mich nicht richtig an.

Ich hatte vor der Pille immer einen sehr regelmäßigen Zyklus.

Meine Periode kam zuverlässig.

Mein großes Problem waren nie unregelmäßige Blutungen, sondern die starken Schmerzen.

Als ich dann wochenlang Schmierblutungen hatte, hatte ich persönlich das Gefühl, dass ich mich immer weiter von meinem Körper entferne.

Ich habe viel darüber nachgedacht und auch lange mit meinem Freund gesprochen.

Gemeinsam kamen wir zu dem Schluss, dass dieser Weg für mich im Moment nicht der richtige ist.

Für mich fühlte es sich widersprüchlich an.

Bei Endometriose können Blutungen und Entzündungsprozesse eine Rolle spielen. Gleichzeitig hatte ich nun ständig Blutungen als Nebenwirkung der Pille.

Auch wenn diese Blutungen etwas anderes sind als die Vorgänge bei Endometriose, fühlte sich das für mich einfach nicht stimmig an.

Deshalb habe ich mich entschieden, die Pille vor zwei Tagen abzusetzen.

Ich vermute, dass mein Körper jetzt zunächst wieder seine normale Periode bekommen wird und etwas Zeit braucht, bis sich mein Zyklus wieder einpendelt.

Wie lange das dauern wird, weiß ich nicht.

Aber ich möchte meinem Körper diese Zeit geben.

Ich möchte nun bewusst einen anderen Weg ausprobieren.

Ich möchte herausfinden, was mir auf natürliche Weise guttun könnte.

Ich werde mich weiterhin intensiv mit Ernährung beschäftigen.

Mit entzündungshemmenden Lebensmitteln.

Mit ausreichend Schlaf.

Mit Stressabbau.

Mit Bewegung, die mir Freude macht.

Und auch mit Heilpflanzen und traditionellen Anwendungen.

Im Moment probiere ich zum Beispiel eine schwarze Sesam-Honig-Paste, Kurkumapaste und Shatavari – auch bekannt als indischer Spargel – aus.

Ob mir das langfristig hilft, kann ich heute noch nicht sagen.

Aber ich habe dabei ein gutes Gefühl.

Und manchmal ist genau dieses Gefühl ein guter Anfang.

Ich glaube, dass wir lernen dürfen, auf unseren Körper zu hören.

Nicht jede Frau reagiert gleich.

Was einer Frau hilft, muss für eine andere nicht automatisch die richtige Lösung sein.

Deshalb möchte ich niemandem sagen, welchen Weg er gehen soll.

Es gibt Frauen, denen die Pille sehr gut hilft.

Für mich persönlich fühlt sich dieser Weg jedoch nicht richtig an.

Ich möchte meinem Körper zuhören.

Ich möchte beobachten.

Ich möchte ausprobieren.

Und ich möchte herausfinden, was mir wirklich guttut.

Vielleicht wird mein Weg nicht immer der einfachste sein.

Vielleicht werde ich auch Rückschläge erleben.

Aber ich glaube, dass es sich lohnt, den eigenen Körper kennenzulernen und ihm mit Geduld zu begegnen.

Genau darum geht es bei Frauenfunke.

Ich möchte meine Erfahrungen ehrlich mit dir teilen.

Nicht, weil ich alle Antworten kenne.

Sondern weil wir gemeinsam lernen können.

Schritt für Schritt.

Und vielleicht hilft dir meine Geschichte dabei, deinen eigenen Weg zu finden – den Weg, der sich für dich richtig anfühlt.